Unsere Praxis führt neurologische, psychiatrische und neuroradiologische Diagnostik (CT/MR) nach neuestem Wissenstand durch und betreut Patienten mit Erkrankungen aus dem gesamten Spektrum der Neurologie und Psychiatrie.

Multiple Sklerose und entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems

Unsere Praxis ist seit 2016 MS-Schwerpunktzentrum der DMSG. Die in unserer Praxis angebotene MRT-Bildgebung, die Nervenwasserentnahme und die notwendigen neurophysiologischen Tests erlauben eine rasche und in aller Regel ambulante Diagnosestellung.

Ärztliche Beratung und Betreuung erfolgt zu  allen aktuell zugelassenen Behandlungsmöglichkeiten: Einstellung, Durchführung und Begleitung der individuell angepassten Therapie für weniger aktive Erkrankungsformen (verschiedene Interferone, Glatirameracetat, Teriflunomid (Aubagio®), Dimethylfumarat (Tecfidera®)) und für aktive/hochaktive Erkrankungsformen (Fingolimod (Gilenya®), Natalizumab (Tysabri®). Alemtuzumab (Lemtrada®)). Ambulante Durchführung der in der Behandlung erforderlichen Infusionstherapien (Cortisonpulstherapie, Natalizumab).

MS-Fachschwestern unterstützen unsere Patienten bei der Einleitung der Therapie (z. B. Injektionstherapien) und sind direkter Ansprechpartner für Fragen während der weiteren Betreuung.

Neuromuskuläre Erkrankungen

Unsere Praxis ist seit 2011 Schwerpunktpraxis für Neuromuskuläre Erkrankungen der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) in Anbindung an das Neuromuskuläre Zentrum Ulm. Zu den neuromuskulären Erkrankungen zählen Erkrankungen der peripheren Nerven und der  Muskeln (Fachbegriffe: Polyneuropathien, Polyneuritiden, Myasthenia gravis, entzündliche und degenerative Myopathien, hereditäre spastische Spinalparalysen).

Wir führen die komplette neurophysiologische Diagnostik durch, gegenfalls ergänzt durch ein MRT der Muskeln mit entsprechender Erfahrung. Durchführung von Nervensonographie bei speziellen Fragestellungen als Selbstzahlerleistung (IGeL). Bei medizinischer Indikation erfolgt eine Weiterleitung zur Muskel-Biopsie, z. B. an das Universitätsklinikum Ulm.

Neurodegenerative Erkrankungen

Bei diesen Erkrankungen kommt es zu einem zunehmenden Abbau von Nervenzellen im zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark). Entzündungsprozesse spielen nur eine untergeordnete Rolle. Zu den neurodegenerativen Erkrankungen zählen die Parkinson-Erkrankungen und das Spektrum der atypische Parkinsonerkrankungen, aber auch dementielle Erkrankungen wie die Alzheimer-Demenz, vaskuläre Demenzen oder selten andere Demenzformen. (Die angebotenen Therapien sind überwiegend symptombehandelnd, zur ursächlichen Behandlung liegen leider noch keine zugelassenen Therapien vor.)

Schlaganfall

Diagnostik und Therapie von subakuten und chronischen Schlaganfällen. Die Diagnostik erfolgt ggfs. einschliesslich bildgebender Verfahren und moderner Doppler -und Duplexsonographie.

Bei Verdacht auf einen akuten Schlaganfall muß eine direkte Einweisung in ein Krankenhaus und falls vorhanden auf eine Stroke-Unit erfolgen.

Psychiatrische Erkrankungen

Diagnostik und Behandlung von allen Formen von Depressionen, Psychosen, bipolaren Erkrankungen sowie akuten und chronischen Belastungssituationen. Der Ausschluss von organischen Schädigungen als Ursache dieser Erkrankungen erfolgt mittels EEG und bildgebenden Verfahren, evtl. auch mittels einer Nervenwasserentnahme.

Botulinumtoxin

Botulinumtoxin Typ A, seltener vom Typ B, wird seit fast 30 Jahren zur Behandlung krankhaft vermehrter Muskelaktivität angewandt. Unsere Erfahrungen mit Botulinumtoxin reichen bis in die Anfangsjahre der medizinischen Anwendung in Deutschland zurück.
Unser Angebot erstreckt sich von der diagnostischen Abklärung der Bewegungsstörungen über die Beratung bis hin zur Umsetzung der in Betracht kommenden jeweiligen Behandlungen.
Mit Kostenübernahme durch die Krankenversicherung werden  cervikale Dystonien, Blepharospasmus, Spasmus hemifacialis und Spastik der Arm- oder Beinmuskulatur behandelt.
Ausgehend von neueren Erkenntnissen bieten wir als Selbstzahlerleistung (IGeL) auch eine Behandlung mit Botulinumtoxin bei Depressionen an. 

Elektrophysiologische Untersuchungsverfahren

Diese Untersuchungen dienen der Überprüfung der Nervenverbindung zwischen Sinnesorgan und Gehirn. Die visuell evozierten Potentiale (VEP) messen die Überleitungszeiten vom Auge zum Gehirn, die akustisch evozierten Potentiale (AEP) vom Innenohr zum Hirnstamm, die somatosensorisch evozierten Potentiale (SSEP) vom peripheren Nerven bis zum Gehirn und die motorisch evozierten Potentiale (MEP) vom Gehirn über das Rückenmark bis zu einem Muskel.

Hierdurch lassen sich Funktionsstörungen bei vielfältigen neurologischen Erkrankungen frühzeitig erkennen und auch im Verlauf kontrollieren.